„Wir haben mit dem Konzept einen Nerv getroffen“

Nach dem Konzert antwortet der künstlerische Leiter Stephan König

Unmittelbar nach dem „Rock-in-Symphony“-Konzert am 28. August 2026 sprachen wir mit dem künstlerischen Leiter des Projekts und Dirigenten des Abends, Stephan König.

Wie fällt Ihr Fazit des Abends aus?
Stephan König: Es war ein wunderbarer Abend, es war ein tolles Publikum. Und das Wetter hat gerade noch so mitgespielt. Es hat nur einmal kurz geregnet, aber genau an der richtigen Stelle. Als wir nämlich „Purple Rain“ spielten, kamen ein paar Tropfen von oben. Wir sind alle voller Energie und happy nach diesem Konzert.

Was war aus Ihrer Sicht das stärkste Stück?
Ich mache es mir immer zum Prinzip, in jedem Konzert zu sagen, das Stück, das ich gerade spiele, ist mein wichtigstes, das liebe ich gerade. Also alle heute.

Welchen Eindruck machte das Publikum auf Sie, auch im Vergleich zum vorigen Jahr?
Ich denke, wir haben mit dem Konzept „Rock in Symphony“ einen Nerv getroffen. Das Publikum bleibt dabei und wächst jedes Jahr. Das ist ein gutes Zeichen für unser Projekt. Dieses Mal die wilden 80er – das sprach viele an, die in der Zeit diese schöne Musik gehört haben.

Wie lange arbeiten Sie an dem Gesamt-Arrangement für so einen Abend?
Insgesamt ein Jahr – beginnend mit der Konzepterstellung, was wir spielen, den Fragen, ob es Solisten für das Projekt gibt und die Umsetzung möglich ist, schließlich die Titelauswahl. Und dann geht es an die Feinarbeit jedes Arrangements. Ich fange jetzt schon an für „Rock in Symphony“ 2027, darf aber leider noch nicht verraten, was es wird. Die Titel müssen zugeschnitten werden auf ein Orchester, das mit Band und Gesangssolisten die Bühne füllt.

Fallen Ihnen die Ideen da einfach so zu?
Für mich ist es immer am besten, wenn ich nicht darüber nachdenke, sondern das Unterbewusstsein arbeitet. Irgendwann, wenn ich ganz ruhig bin, kommt plötzlich der Gedanke. Das ist auch meine Thematik.

Veranstalter des Events ist ja die Stadt Borna mit intensiver Unterstützung des Bornaer Fördervereins des Leipziger Symphonieorchesters. Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit?
Die hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verbessert. Zudem gab es beim Orchester einige Veränderungen in der Leitung. Man hat natürlich immer Luft nach oben, aber es ist insgesamt ein sehr gutes Verhältnis.

Interview: Frank Prenzel
Foto: Angela Liebich